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Fotodesign Anka Sandeck

"Kein Auftrag ist wie der Andere." - Fotografin Anka Sandeck im Interview

 

BF: Was ist für Sie das Tolle am Beruf, warum sind Sie Fotografin geworden?
Anka Sandeck: Schön an meinem Beruf empfinde ich die Möglichkeit, meinen Arbeitstag selbst zu gestalten. Ich bin relativ frei und finde auch Zeit die Gedanken kreisen zu lassen, um neue Ideen zu finden.

BF: Welche fotografische Ausbildung haben Sie und seit wann sind Sie als Fotografin selbstständig? Wie schnell kamen die ersten Aufträge?
Anka Sandeck: Schon als Kind habe ich mich für die Fotografie begeistert. Ich habe die erste Kamera von meinen Eltern bekommen, eine Beirette SL 100 N. Schnell merkte ich, dass ich mit dieser Kamera an meine Grenzen kam und mein Vater schenkte mir seine hart erarbeitete Spiegelreflexausrüstung einer Praktica LLC mit diversen Objektiven, Filtern, Blitz und Stativ. Mit dieser halbautomatischen Kamera habe ich meine ersten Versuche gemacht und mich gleichzeitig mit dem Wissen über die Filmherstellung, Entwicklung und Reproduktion beschäftigt.
Ich wollte damals eine Lehre zum Fotografen machen. Der Fotografenmeister in meinem Wohnort riet mir aber davon ab, weil ich mich gestalterisch nicht ausleben könne. Ein Studium zum Fotodesigner habe ich auch verworfen, weil dieses mir zu chemielastig war und ich merkte, dass sich die Technik sehr schnell weiterentwickelte. 1997 habe ich mein Studium der Innenarchitektur an der Fachhochschule Heiligendamm (Außenstelle der FH Wismar) angetreten. Grund für die Wahl dieser Hochschule war das Fach Fotografie und die Kommilitonen der Studiengänge Grafikdesign/Kommunikationsdesign, Produktdesign und Schmuckdesign. Dort konnte ich mich während meines Studiums intensiv mit der Fotografie auseinandersetzen und sie hat mich bis zu meinem Diplom begleitet. Direkt im Anschluss 2001 habe ich mich als Fotodesigner und Dipl.-Ing. der Innenarchitektur selbständig gemacht. Erste Aufträge hatte ich sehr schnell. Darüber war ich natürlich sehr froh.

BF: Gibt es einen Bereich in der Fotografie, in dem Sie besonders gerne arbeiten? Was reizt Sie gerade an diesem Bereich und wie kam es dazu?
Anka Sandeck: In meinen Anfangsjahren habe ich viele verschiedene Aufträge angenommen: von Peopleaufnahmen bis zu Hochzeits- und Eventfotografie. Meine heimliche Liebe war allerdings immer der Architektur und dem Interieur gewidmet. Heute habe mich auf Architektur-, Interieur- und Produktfotografie spezialisiert und entwickle mich auch hier immer noch weiter. Ein Faible für alles, was mit Holz zu tun hat, brachte mich dazu Innenarchitektur zu studieren. Außerdem habe ich ein sicheres und ruhiges Händchen für filigrane Dinge und habe Ausdauer beim Erstellen eine Bildes. Meine planerische Seite ist bei so manchem Projekt auch sehr hilfreich.

BF: Welche waren Ihre zwei schönsten Aufträge und warum?
Anka Sandeck: Ich habe an sich keine Vorliebe für bestimmte Aufträge entwickelt. Eher ist es so, dass jeder Auftrag seine Herausforderung mit sich bringt und sich somit schlecht vergleichen lässt. Was die Arbeit jedoch positiv beeinflusst und mich zufrieden macht, ist eine gute Zusammenarbeit mit dem Kunden. Wenn wir schnell einen Weg zueinanderfinden, die Wünsche des Kunden, sowie auch meine Ideen an einem Projekt einfließen können und auch meine Honorarvorstellungen erfüllt werden.

BF: Sehen Sie sich als Künstler und die Fotografie als Berufung oder ist das ein ganz normaler Job für Sie?
Anka Sandeck: Fotografie ist natürlich eine Berufung und ich empfinde mich als einen "technischen" Künstler. Es ist mir aber auch wichtig "normale" Jobs anzunehmen, um meinen Verpflichtungen nachkommen zu können. Wobei “normaler” Job hier wohl nicht ganz zutrifft, denn kein Auftrag ist wie jeder andere und Gleiches gilt für die Auftraggeber.

BF: Wie wird man als Fotografin erfolgreich und wie behauptet man sich möglichst lange?
Anka Sandeck: Um diese Frage beantworten zu können, muss man sich erst einmal auf den Begriff “erfolgreich” verständigen. Für mich ist jemand erfolgreich, wenn er seine Visionen im Leben umsetzen kann und sich damit Zufriedenheit und Wohlbefinden schafft. Das geht natürlich nur, wenn man auch mit seinen Kunden ein gutes Verhältnis pflegt und sich selbst immer weiter entwickelt.

BF: Was dürfen Kunden von Ihnen erwarten, wenn Sie gebucht werden? Was zeichnet Ihre Fotografie aus?
Anka Sandeck: Kunden können von mir die typisch deutschen Tugenden erwarten. Ich arbeite zielführend an den Bildern und optimiere sie entsprechend der Aufgabenstellung. Sicherlich kann der Kunde auch immer eine Kleinigkeit darüber hinaus erwarten. Meine Fotografie ist sehr sachlich und klar. Ich verzichte auf überflüssiges Beiwerk. Die Bilder sind stark von meinem Architekturverständnis geprägt.

BF: Welchen Weg raten Sie jungen Menschen, die heutzutage Fotograf werden wollen?
Anka Sandeck: Wenn junge Menschen den Weg zur Fotografie finden, ist das sehr schön. Wenn sie daraus mehr machen möchten und vielleicht auch ihr Geld damit verdienen möchten, ist es hilfreich, sich schon früh mit Gestaltung und deren Regeln auseinanderzusetzen. Genauso mit der Technik und deren Funktionsweise.
Mir hat in den Anfangsjahren sehr geholfen, auf dem Gymnasium die Fächer Kunst und Mathematik als Leistungskurse zu belegen. Im Kunstunterricht habe ich die meisten Gestaltungsregeln kennengelernt und gelernt sie anzuwenden. Im Studium konnte ich dieses Wissen ausweiten und vertiefen. Außerdem denke ich, dass die Praxis des Fotografierens und die kritische Auseinandersetzung mit den Ergebnissen Grundlage sein sollte. Aus Fehlern hat denke ich schon jeder gelernt.
In der heutigen digitalen Zeit ist es auch viel einfacher geworden, die Ergebnisse sofort zu bewerten und einen neuen Versuch zu starten, wenn das Bild noch nicht gelungen ist. Heutzutage Fotograf sein bedeutet auch, sich ständig mit dem Neuen und den Möglichkeiten der Nachbearbeitung auseinanderzusetzen und sie einzuschätzen.

BF: Was macht ein Bild für Sie zu einem guten Foto?
Anka Sandeck: Es gibt auf der Welt viele gute wie auch schlechte Fotos. Ich möchte keine endgültige Meinung darüber abgeben, was ein gutes Foto darstellt. Das Mindeste jedoch an einem guten Foto, sollte das richtige Einsetzen der Technik sein. Es sollte gestaltet sein und man sollte seine Art der Gestaltung begründen können.

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