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"Das Produkt ist der Star" - 8 Fragen an Fotograf Hans-Hermann Huber

 

BF: Herr Huber, was ist für Sie das Tolle am Beruf, warum sind Sie Fotograf geworden?
Hans-Hermann Huber: Es ist wohl die Kombination aus einer Art Schöpfungsprozess und der technischen Herausforderung, die mich fasziniert.

BF: Welche fotografische Ausbildung haben Sie und seit wann sind Sie als Fotograf selbstständig?
Hans-Hermann Huber: Ich bin ja, wie viele Kollegen, ein Quereinsteiger. Als Techniker hatte ich schon sehr früh mit technischer und wissenschaftlicher Fotografie zu tun, sie war auch Teil meiner Ausbildung. Die kreative Komponente kam erst mit der Zeit dazu. Professionell fotografiere ich mittlerweile seit über zehn Jahren. Aus dem direkten Umfeld hatte ich schon bald ein paar kleinere Aufträge, aber man muss schon ehrlich sein, es ist kein leichter Weg.

BF: Sie haben sich auf die Produktfotografie spezialisiert - was reizt Sie gerade an diesem Bereich und wie kam es dazu?
Hans-Hermann Huber: Gerade im Bereich der Objektfotografie hat man ja die volle Kontrolle über alle Aspekte eines Bildes. Es gibt praktisch keine unkontrollierbaren äußeren Einflüsse, die einem in die Parade fahren, (wie Wetter, Stimmungen des Models o.ä.) alles kann vom Fotografen beeinflusst werden. Das kommt mir sehr entgegen, ich bin ein „Kontrollfreak“, schon von Berufs wegen.
Allerdings hat man dadurch auch keinerlei Ausreden, wenn man mit dem Ergebnis hinterher nicht zufrieden ist. Genau das ist aber auch der Reiz daran. Ein Setup für Produktfotografie kann für Besucher recht chaotisch und improvisiert aussehen. Es ist manchmal eine Menge Bastelarbeit und handwerkliches Geschick erforderlich, um letztlich das Ergebnis zu erhalten, das man sehen möchte. Diese praktische Komponente mag ich sehr.

BF: Welche waren bisher Ihre schönsten Aufträge?
Hans-Hermann Huber: Das sind immer die Aufträge, die einen vor besondere Herausforderungen stellen.

BF: Sehen Sie sich als Künstler und die Fotografie als Berufung oder ist das ein ganz normaler Job?
Hans-Hermann Huber: Naja, Kunst ist ein inflationär gebrauchter Begriff. Manchmal hat es vielleicht eine künstlerische Komponente, aber als Künstler sehe ich mich nicht. Ich bin eher ein kreativ arbeitender Techniker. Wenn ich Packshots mache, ist es ein Job. Kann ich Stills machen, ist es ein Traumjob. Eine Berufung ist es allemal.

BF: Wie wird man als Fotograf erfolgreich und wie behauptet man sich möglichst lange?
Hans-Hermann Huber: Das ist die Kardinalfrage. Ich fürchte, darauf gibt es so viele Antworten, wie es Fotografen gibt. Durchhaltevermögen und Qualität spielen sicher eine entscheidende Rolle. Eine eigene Handschrift ist ein weiterer, wesentlicher Faktor. Auch neue fotografische Wege helfen. So biete ich zB. seit einiger Zeit 360° Produktanimationen an. Durch meinen beruflichen Background konnte ich die nötige Technik maßgeschneidert selbst entwickeln und bauen. Vorteile eines Quereinsteigers.

BF: Welchen Weg raten Sie jungen Menschen, die heutzutage Fotograf werden wollen?
Hans-Hermann Huber: Wenn ich noch einmal die Chance hätte, würde ich das Studium wählen. Das ist sicher die umfassendste Ausbildung. Eine klassische Lehre kann schnell einseitig werden. Wer beim Portrait- oder Modefotografen lernt, wird mit der Objektfotografie nicht ernsthaft in Kontakt kommen und umgekehrt. Für eine solche Spezialisierung ist es in der Ausbildung auch viel zu früh. Außerdem baut man sich während dem Studium schon ein Netzwerk auf, das man sich sonst mühsam erarbeiten muss.

BF: Was macht ein Bild für Sie zu einem guten Foto?
Hans-Hermann Huber: Kurz gesagt: Das Bild muss „funktionieren“ .
Wenn Aufbau, Licht und Blickführung die Bildaussage tragen und unser Bild das Interesse der Zielgruppe weckt, dann haben wir alles richtig gemacht. Das Produkt ist der Star, alles im Bild dient ihm als Bühne. Wenn das Bild „funktioniert“, gibt es Applaus.




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