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Fotograf Benjamin Hahn Fotografie

"Manches erlebt man nur als Fotograf." - Neun Fragen an Fotograf Benjamin Hahn

 

BF: Was ist für Sie das Tolle am Beruf, warum sind Sie Fotograf geworden?
Benjamin Hahn: Das Tolle an unserem Beruf ist der kreative Entstehungsprozess. Es ist schön, etwas entstehen zu sehen und das auch noch selbst zu beeinflussen. Außerdem bekommt man einen breiten Horizont, da man ständig neue Menschen, Orte und Dinge kennenlernen darf.
Auch zu wissen, dass viele Menschen meine Fotos sehen, z.B. bei redaktionellen Arbeiten, gefällt mir gut. Deswegen wollte ich schon sehr früh Fotograf werden. Ich fand die Vorstellung mit einem kreativen Beruf Geld zu verdienen, der einem zudem noch viele Freiheiten lässt und Möglichkeiten eröffnet, sehr reizvoll. Bereits mit 16 Jahren fing ich an mein Leben darauf auszurichten. Ich hab für mein Ziel sogar die Schule vor Beendigung des Abiturs hingeworfen. Meine privaten Interessen mit meinem Beruf vereinen zu können, zeigen mir immer wieder, dass es die richtige Entscheidung war.

BF: Welche fotografische Ausbildung haben Sie und seit wann sind Sie als Fotograf selbstständig? Wie schnell kamen die ersten Aufträge?
Benjamin Hahn: Ich habe eine klassische dreijährige handwerkliche Ausbildung zum Fotografen bei einem erfolgreichen Werbefotografen in Stuttgart absolviert. Parallel dazu habe ich die Berufsschule besucht, an der wir als letzter Jahrgang noch die Analogfotografie erlernt haben. Die ersten Aufträge hatte ich schon während meiner Zeit als Azubi. Direkt im Anschluss habe ich mich dann selbstständig gemacht und mein Fotostudio eröffnet. Das war vor 8 Jahren.

BF: Gibt es einen Bereich in der Fotografie, in dem Sie besonders gerne arbeiten? Was reizt Sie gerade an diesem Bereich und wie kam es dazu?
Benjamin Hahn: Action Sport reizt mich besonders. Das Zusammenspiel aus Action, Sportlern, Location, Wetter, Tageszeit, Technik und Fotografen lässt immer eindrucksvolle Motive entstehen. Vor allem wenn jeder seinen Teil erfüllt und alle gut zusammen arbeiten. Da ich selbst viel Snowboard und BMX gefahren bin und nach mehreren schweren Verletzungen die Kamera in die Hand nahm, um trotzdem mit meinen Jungs unterwegs zu sein, weckte das bei mir das Interesse am professionellen Fotografieren.

BF: Welche waren Ihre zwei schönsten Aufträge und warum?
Benjamin Hahn: Das ist nicht leicht zu beantworten. Sicher macht nicht jeder Auftrag gleich viel Spaß, aber am Ende tut man doch immer, was man mag.
Besonders in Erinnerungen bleibt mir aber das Covershooting für eine Rennradzeitschrift Anfang dieses Jahres. Die Sportler waren super und haben trotz niedriger Temperaturen und kurzer Bekleidung einen tollen Job abgeliefert. Wir waren am Bodensee und hatten ca. 5 Grad aber am Ende sah es nach einem perfekten Frühlingstag aus.
Das zweite Shooting, das ich nicht so schnell vergessen werde, war die dokumentarische Begleitung eines Rennradfahrers quer durch die Alpen. 6000 Höhenmeter und 250 km Fahrstrecke an einem Tag. Durch Regen und Kälte bis hin zu Hitze und Sonnenschein. Es war außer den eindrucksvollen Pässen und ihren Straßen vor allem die Leistung des Fahrers, die mich immer wieder überraschte und faszinierte. So etwas erlebt man nur als Fotograf.

BF: Sehen Sie sich als Künstler und die Fotografie als Berufung oder ist das ein ganz normaler Job für Sie?
Benjamin Hahn: Ein ganz normaler Job ist es auf keinen Fall, aber ich sehe mich eher als Handwerker denn als Künstler. Der Kunde hat einen Wunsch und ich soll diesen umsetzen. Da bleibt oft kein Platz für Kunst. Wir Fotografen arbeiten mit unseren Händen, unseren Augen und unserem Kopf genauso wie ein Schreiner, ein Maurer oder Maler. Unsere Hilfsmittel sind oft sehr technisch und diese wollen beherrscht werden. Nur wer sein „Handwerkszeug“ kennt, kann schöne Bilder kreieren.

BF: Wie wird man als Fotograf erfolgreich und wie behauptet man sich möglichst lange?
Benjamin Hahn: Geduld und Durchhaltevermögen sind gerade am Anfang essenziell. Es dauert in der Regel eine Weile, bis man genug verdient und man versteht, wie das Business funktioniert. Denn es gibt so viel zu lernen, sogar neben dem Fotografieren selbst: Kundenakquise, Bilanzen, Planung, Selbstsicherheit, schlechte Zeiten überstehen, in die richtige Technik investieren und Vieles mehr. Das eigentliche Fotografieren macht ja oft nur einen Teil unserer Arbeit aus. Nur wer alles im Griff hat, kann auch lange und erfolgreich davon leben.

BF: Was dürfen Kunden von Ihnen erwarten, wenn Sie gebucht werden? Was zeichnet Ihre Fotografie aus?
Benjamin Hahn: Präzision, hohe Qualität, Hingabe, Spaß und natürlich ein gutes Ergebnis. Ich lege großen Wert auf einen hohen technischen Standart egal, ob bei Produkten im Studio oder Sportaufnahmen im Freien. Mir ist der Einsatz von modernsten Kameras und Blitztechniken enorm wichtig.

BF: Welchen Weg raten Sie jungen Menschen, die heutzutage Fotograf werden wollen?
Benjamin Hahn: Meiner Meinung nach muss jeder seinen eigenen Weg finden. Meiner hat mich über eine klassische Ausbildung zum Beruf gebracht, was ich sehr zu schätzen weiß, da ich so alles von Grund auf erlernen konnte und der Praxisanteil sehr hoch war. Als guten Rat kann man vielleicht mitgeben, dass es wichtig ist, viel zu fotografieren. Ich habe es vorhin schon erwähnt, nur wer seine Technik beherrscht, kann sich voll dem Motiv widmen.

BF: Was macht ein Bild für Sie zu einem guten Foto?
Benjamin Hahn: Da gibt es keine Regel. Das kann der Bildaufbau, das Licht, der Inhalt, die Bearbeitung oder sonst etwas sein. Es gibt Bilder, die mich beeindrucken und es gibt Bilder, die tun das nicht. In der Regel interessieren mich Bilder sehr, denen ich nicht sofort ansehe, wie sie gemacht sind.

 

 

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