Fotografen Verzeichnis deutscher Berufsfotografen:

Fotograf Burkhard Henrichs

"Die Haltung, den Löwenanteil des Bildeindrucks nachträglich in der Postproduction zu erzielen, ist der Totengräber der kreativen Fotografie" - Burkhard Henrichs

 

BF: Herr Henrichs, was ist für Sie das Tolle am Beruf, warum sind Sie Fotograf geworden?
Burkhard Henrichs: Ich wollte bereits seit meinem 16. Lebensjahr Fotograf werden. Die finale Entscheidung fiel nach meinem intensiven USA Aufenthalt von 1979 bis 1980. Die Möglichkeit kreativ mit (hoffentlich) interessanten Menschen zu arbeiten, Emotionen zu erzielen, weltweit zu reisen, sowie der Hauch der Internationalität stellten eine großen Reiz auf mich dar.

BF: Welche fotografische Ausbildung haben Sie und seit wann sind Sie als Fotograf selbstständig? Wie schnell kamen die ersten Aufträge? 
Burkhard Henrichs: Ich habe eine akademisch fundierte Laufbahn eingeschlagen und an der renommierten Folkwang Schule Essen Fotografie/Kommunikationsdesign bei Prof. vom Endt studiert.
Danach ging es dann sehr schnell über eine freie Assistentenzeit bei arrivierten Autofotografen wie Rene Jaschke und FAZ Magazin Fotografen wie Gerd van Rhiin zur Gründung des ersten Studios in Düsseldorf mit meinem damaligem Geschäftspartner Armin Pflanz 1987 in Düsseldorf.

BF: Sie haben sich auf den People- / Fashionbereich spezialisiert - was reizt Sie gerade an diesem Bereich und wie kam es dazu?
Burkhard Henrichs: Der People und Modebereich war bereits während meines Studiums von mir präferiert, ich bin kontaktfreudig und flexibel, kann gut mit den unterschiedlichsten Menschentypen umgehen und sehe in diesem Bereich eine größtmögliche Form der kreativen Entfaltung.

BF: Welche waren Ihre bisher schönsten Aufträge?
Burkhard Henrichs: Der erste Auftrag in Südafrika 1995 für einen großen Handelskonzern - damals war das für alle eine völlig neue Produktionswelt. Afrika hat sich mir dadurch geöffnet und fasziniert mich mit Land, Kultur und den Menschen bis heute.
Spannend waren auch die Produktionen für Camel wie z.b. das Shooting in Costa Rica. Das war ein ultimatives Abenteuer und Jungleerlebnis. Anreisen von bis zu 2,5 Stunden zu den unterschiedlichsten Locations mit Floßbau, sintflutartigen Regenfällen und extremen Strapazen. Ich fühlte mich an Filme von Werner Herzog erinnert.

BF: Sehen Sie sich als Künstler und die Fotografie als Berufung oder ist das ein ganz normaler Job?
Burkhard Henrichs: Wer in diesem Berufsfeld arbeiten will darf es, auf lange Sicht entgegen der heutigen kurzlebigen Denke, nicht nur als "Job" ansehen. Er wird es in diesem Fall nicht überleben. Man muss im positiven Sinne "besessen sein" und von der Muse geküsst sein und diverse andere Talente in sich vereinen.

BF: Wie wird man als Fotograf erfolgreich und wie behauptet man sich möglichst lange?
Burkhard Henrichs: Siehe oben... Heute zählen leider immer weniger die fachlichen Qualitäten als Fotograf bei den meisten Kunden. Eine Summe von Connections, Zeitgeist und "hipper attitude" entscheidet leider über die berufliche Karriere. Die "Rohdatendenke" des "den Rest machen wir in der Post" ist der Totengräber der fotografischen Branche.

BF: Welchen Weg raten Sie jungen Menschen, die heutzutage Fotograf werden wollen?
Burkhard Henrichs: Es gibt viele Wege. Ich glaube nach wie vor an substanzielles, erworbenes Know-how im Bereich Fotografie/Kunstgeschichte/Design/Film sowie a Flexibilität auch gegenüber anderen Medien.
Die Verschmelzung von Foto/Video/Film wird unaufhaltsam weiter voranschreiten, man kann sich in der Masse der sogenannten Fotografen (es gibt bereits das Berufsbild des Iphone Fotografen!) nur durch außergewöhnliche Bilder differenzieren.

BF: Was macht ein Bild für Sie zu einem guten Foto? 
Burkhard Henrichs: Wenn es Emotionen hervorruft. Bei Millionen von visuellen Eindrücken am Tag muss das Bild etwas in mir auslösen...





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