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Fotograf Christian Colista

"Ein richtig gutes Bild bewegt etwas" - 8 Fragen an Fotograf Christian Colista

 

BF: Herr Colista, was ist für Sie das Tolle am Beruf Fotograf?
Christian Colista: Das Tolle daran Fotograf zu sein ist die Tatsache, dass es nie langweilig wird. Unter der Woche werde ich meist von Firmen aus ganz Deutschland und Europa engagiert, am Wochenende bin ich häufig für Brautpaare als Hochzeitsfotograf im Einsatz. So komme ich viel rum in der Welt und habe meistens nach getaner Arbeit noch genügend Zeit die Umgebung zu erkunden, in der ich mich gerade befinde. Darüber hinaus mag ich die Vielfältigkeit meiner Arbeit. Ich gehe auf jeden Kunden individuell ein und stelle mich gerne neuen fotografischen Herausforderungen. Als Fotograf kann ich meiner Kreativität völlig freien Lauf lassen und ich bin mein eigener Chef. Das liebe ich.

BF: Welche Ausbildung haben Sie und seit wann sind Sie als Fotograf selbstständig?
Christian Colista: Ursprünglich komme ich aus dem Sozialen Bereich. Ich bin staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger mit diversen Zusatzqualifikationen und habe über 10 Jahre hauptberuflich im Behindertenbereich gearbeitet. Da mich die Arbeit aufgrund von institutionellen Rahmenbedingungen irgendwann nicht mehr ausgefüllt hat, habe ich mich dann als Fotograf selbstständig gemacht. Nichts desto trotz liegen mir Menschen mit Behinderung immer noch sehr am Herzen. Deshalb engagiere ich mich auch weiterhin im Behindertenbereich, jedoch ehrenamtlich. Das pädagogische Feingeschick, welches ich mir im Laufe der Jahre in der Arbeit mit behinderten Menschen angeeignet habe, kommt mir heute als Fotograf zu Gute. Es hilft mir unter anderem beim Fotografieren von Kindern.

BF: Sie bieten von Akt über Hochzeit bis zu Business und Pressefotografie ein breites Spektrum an, wo liegt Ihr Schwerpunkt?
Christian Colista: Grundsätzlich fotografiere ich alles gerne. Jedes Genre hat seinen eigenen Reiz und seine eigenen Anforderungen. Ich liebe die Abwechselung und bin ein strikter Gegner von Monotonie. Der Schwerpunkt meiner Arbeit als Fotograf liegt jedoch in der Fotografie von Personen. Ich mag es Personen ins richtige Licht zu rücken, so wie ich die Menschen als Individuum sehe. Und bislang hat sich auch noch kein Kunde darüber beschwert ;-)

BF: Welcher war Ihr bisher schönster Auftrag und warum?
Christian Colista: Mein schönster Auftrag liegt bereits drei Jahre zurück. Ich befand mich auf einer Karibikkreuzfahrt und habe private Fotoaufnahmen gemacht. Ein Angestellter der amerikanischen Reederei wurde auf mich aufmerksam und meinte, ich würde bessere Fotos machen, als die bordeigenen Fotografen. Ich dachte der Mann wollte mich auf den Arm nehmen und fotografierte munter weiter. Wie sich später herausstellte war es nicht irgendein Angestellter, sondern der zuständige Cruise Director. Wir haben verhandelt und mittlerweile nutzt die Reederei einige meiner Bilder in ihren Printmedien.

BF: Sehen Sie sich als Künstler und die Fotografie als Berufung oder ist das ein ganz normaler Job?
Christian Colista: Als Fotograf kann ich meiner Kreativität völlig freien Lauf lassen und mich mühelos entfalten. Zudem bin ich mein eigener Chef und kann mir meine Arbeitszeiten so einteilen, wie ich es gerne hätte. Ich denke, dass sind wesentliche Punkte, die sich von einem "normalen" Job unterscheiden. Ich fotografiere aus Leidenschaft und habe bewusst meinen alten Job als Heilerziehungspfleger an den Nagel gehängt. Von daher kann man schon sagen, dass die Fotografie für mich zu einer Berufung geworden ist.

BF: Wie wird man als Fotograf erfolgreich und wie behauptet man sich möglichst lange?
Christian Colista: Die Frage lässt sich relativ einfach beantworten. Als Fotograf muss man seine Kunden mit qualitativ hochwertigen Ergebnissen überzeugen. Ein Kunde, der mit seinen Bildern zufrieden ist, wird einen uneingeschränkt weiterempfehlen und sorgt für eine gute Mundpropaganda. Darüber hinaus sollte man neuen Kunden gegenüber immer offen sein und sie ausführlich beraten. Sind auch diese nach einem professionellem Fotoshooting zufrieden, so werden sie einen ebenfalls als Fotograf weiterempfehlen.

BF: Welchen Weg raten Sie jungen Menschen, die heutzutage Fotograf werden wollen?
Christian Colista: Um ein qualifiziertes technisches Know-How im Bereich der Fotografie zu erwerben, rate ich jedem dazu, eine Ausbildung zu machen oder ein Studium zu absolvieren. Ich persönlich habe mich für den Quereinstieg entschieden und mir mein fotografisches Fachwissen im autodidaktischen Studium selbst angeeignet. Ich habe mir viele Lehrvideos bei Youtube angesehen, Workshops besucht und einigen Fotografen assistiert. Fachwissen ist jedoch nur die halbe Miete. Das beste Know-How nützt jedoch rein gar nichts, wenn man nicht ein gewisses Talent mitbringt und nicht das "richtige" Auge bei der Motivauswahl hat.

BF: Was macht ein Bild für Sie zu einem guten Foto?
Christian Colista: Was ein Bild zu einem guten Foto macht, hängt immer von den Anforderungen ab, die an den Fotografen gestellt werden. Bei einem Produktfoto soll das Bild den Betrachter zum Kauf des abgebildeten Produktes animieren, ein Pressefoto hingegen sollte einen Moment in der Wirklichkeit objektiv und wertneutral wiederspiegeln. Grundsätzlich und unabhängig vom jeweiligen Verwendungszweck ist ein Bild dann ein gutes Foto, wenn es den Betrachter berührt, es eine Geschichte erzählt und oder in irgendeiner Weise neu oder besonders originell ist. Ein richtig gutes Bild ist es dann, wenn es etwas bewegt und die Welt verändert - wenn auch nur bei Kleinigkeiten.




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