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"Fotograf zu sein ist ein Luxus." - Fotograf Alvaro Leonardo Moreno im Interview

 

BF: Was ist für Sie das Tolle am Beruf, warum sind Sie Fotograf geworden?
Álvaro Leonardo Moreno: Mich fasziniert die Vielfalt des menschlichen Ausdrucks. Wir sind alle unterschiedlich und haben verschiedene Bedürfnisse, Vorlieben und Ziele. Wenn es mir gelingt, einen Teil der Persönlichkeit des Fotografierten abzubilden, dann ist das ein toller Moment. Besonders dann, wenn die Personen das Ziel verfolgen, sich für ihren eigenen Job abzulichten. Die Authentizität der Bilder ist dann einzigartig.

BF: Welche fotografische Ausbildung haben Sie und seit wann sind Sie als Fotograf selbstständig? Wie schnell kamen die ersten Aufträge?
Álvaro Leonardo Moreno: Ich bin Autodidakt und habe mein Wissen über viele Jahre entwickelt. Der erste Auftrag kam gleich nach der Entscheidung, neue Wege zu gehen und mich als Fotograf zu etablieren.

BF: Gibt es einen Bereich in der Fotografie, in dem Sie besonders gerne arbeiten? Was reizt Sie gerade an diesem Bereich und wie kam es dazu?
Álvaro Leonardo Moreno: Menschen sind meine Motivation. Insbesondere Einzelkämpfer und Kinder. Einzelkämpfer müssen viel in die persönliche Weiterentwicklung investieren, um erfolgreich zu sein. Man sieht ihnen die Reibung in ihrem Wesen an. Sie haben einen anderen Blick auf die Dinge. Neben meiner Tätigkeit als Fotograf helfe ich Unternehmern und Unternehmen ihren Erfolg zu etablieren. Eine Aufgabe, die immer wieder neue Aspekte mit sich bringt und superspannend ist.
Kinder sind einzigartig. Denen ist egal, wie und wer ich bin. Entweder sie mögen mich oder nicht. Ihre Neugierde reizt mich dazu aufmerksam zu beobachten und sie da abzuholen, wo sie ihre Leidenschaft verbergen. Sie dann in dem Moment vor der Kamera zu haben ist ein wunderschönes Erlebnis. Besonders wenn andere dann meine Begeisterung teilen - meistens die Eltern. Ich habe schon früher viel mit Kindern gearbeitet und z. B. Musikprojekte an Schulen realisiert oder Trainings zur Selbstwahrnehmung gegeben.

BF: Welche waren Ihre zwei schönsten Aufträge und warum?
Álvaro Leonardo Moreno: Jeder Auftrag hat seinen Reiz. Ich kann nicht zwischen einer Hochzeit, Kinderfotografie und Businessfotografie trennen. Es ist der Moment, in dem die Personen vor der Linse loslassen. Die Authentizität der Bilder ist dann sehr fesselnd.

BF: Sehen Sie sich als Künstler und die Fotografie als Berufung oder ist das ein ganz normaler Job für Sie?
Álvaro Leonardo Moreno: Fotografie ist meine Leidenschaft. Dass ich Fotografie als Beruf ausübe, würde ich so nicht sagen, denn mit dem Begriff verbinde ich eher ein Pflichtprogramm. Und wäre es ein normaler Job für mich, würde ich es lassen.

BF: Wie wird man als Fotograf erfolgreich und wie behauptet man sich möglichst lange?
Álvaro Leonardo Moreno: Mut, emotionale Kompetenz und Geduld kommen aus meiner Sicht vor technischem Know-how und einer teuren Kameraausrüstung. Ich habe jahrelang fotografiert und mich irgendwann gefragt: Ab wann ist man eigentlich ein professioneller Fotograf? Dann habe ich einfach den Mut entwickelt von dem Tag an zu sagen: "Ich bin ein professioneller Fotograf!" Da es mir egal ist, was andere sagen, laufe ich nicht Gefahr, mich zu vergleichen, sondern entwickele meinen eigenen Stil. Wahrscheinlich ist man damit nie am Ende. Solange die Liebe und die Leidenschaft Hauptmotivator sind, solange werden sich immer wieder neue Möglichkeiten auftun diesen zu folgen, um erfolgreich zu sein. Ein Rezept gibt es nicht. Alles liegt nur in und an einem selbst.

BF: Was dürfen Kunden von Ihnen erwarten, wenn Sie gebucht werden? Was zeichnet Ihre Fotografie aus?
Álvaro Leonardo Moreno: Ein Kunde sagte zu mir: "mit Ihnen zu arbeiten ist wie ausatmen ..." Wenn man mit mir arbeitet, verschwindet der Auftrag im Hintergrund. Die Person ist sich selbst ganz nah und ich unterstütze sie, diese Nähe zu halten, um so das eigene Wesen stärker nach außen kehren zu können. Fast jeder sagt: "Ich bin nicht fotogen ..." Meine Bilder beweisen immer das Gegenteil. Ich rede nicht viel, sondern gebe Personen die Möglichkeit für einen Augenblick in einen anderen Zustand zu fallen. Dabei wird viel gelacht und oft sind plötzlich Themen präsent, die mit dem Auftrag nichts zu tun haben.

BF: Welchen Weg raten Sie jungen Menschen, die heutzutage Fotograf werden wollen?
Álvaro Leonardo Moreno: Es ist unglaublich befriedigend, wenn man weiß, was man in jedem Augenblick tut. Man nimmt die Kamera und kann sich komplett auf die Situation einstellen. Das ist für den Kunden sexy und für einen selbst die Bestätigung professionell zu arbeiten.
Ich kann jedem raten, seiner Arbeit eine fundierte Grundlage im technischen Bereich zu gönnen. Dabei ist es wie in der Schule: nur einen kleinen Ausschnitt wird man später nutzen. Der Rest ist ausprobieren, Übung und Erfahrung. Egal, aus welcher Richtung man kommt, das Wichtigste ist die eigene Persönlichkeit. Je reicher man an Leidenschaft oder Lebenserfahrung ist, desto sinnlicher arbeitet man. Und je sinnlicher man arbeitet, desto mehr Raum entsteht für Kreativität und den eigenen Stil.
Fotograf zu sein ist ein Luxus, der die volle Aufmerksamkeit erfordert. Man tut es ganz oder man lässt es. Fotografie nur auf die technische Ebene zu reduzieren, ist aus meiner Sicht ein aussterbender Zweig, denn erstens gibt es mehr als genug Fotografen, die mit der Kamera gut umgehen können und zweitens sind die Leute satt. Somit muss man sich die Frage stellen: Was unterscheidet mich und meine Leistung von Anderen?

BF: Was macht ein Bild für Sie zu einem guten Foto?
Álvaro Leonardo Moreno: Wenn es mir gefällt! Ich trinke Weine für 3,50 Euro und für 25 Euro. Hauptsache sie schmecken. Alles Andere sind Eitelkeiten von Personen, die viel in ihr Wissen investiert haben, um am Ende zu vergleichen und Maßstäbe zu entwickeln, an denen man sich messen kann. Ich habe Bilder mit meinem Telefon gemacht, die mir besser gefallen, als Bilder, die allen bekannten Regeln folgen und mit einer Kamera gemacht wurden, die 3000 Euro gekostet hat.

 

 

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