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Freier Fotograf Karsten Thormaehlen

Karsten Thormaehlen spricht über sein Lieblingsbild aus dem Jahr 2015

 

BF: Hallo Herr Thormaehlen, Sie haben als eines Ihrer liebsten Bilder aus dem Jahr 2015  das Foto eines Busses ausgesucht. In welchem Zusammenhang ist das Foto entstanden und was macht dieses Bild für sie persönlich zu Ihrem Lieblingsbild?

Karsten Thormaehlen: Die Aufnahme entstand bei der Recherche für mein Langzeitfotoprojekt "Happy at Hundred“ in Ländern, die ich noch nie vorher besucht hatte: Ecuador und Peru. Dieser Linienbus, der sich nach einer Tankrast, unter strahlend blauem Himmel und von der Abendsonne beleuchtet, in den fließenden Verkehr einzufädeln versucht, spiegelt für mich die Vorfreude auf die kommenden zehn Tage wieder. Somit ist dieses Lieblingsbild ein sehr persönliches.

 

BF: Würden Sie sagen, dass dieses Bild Ihre Art der Fotografie charakterisiert? Was ist Ihnen generell bei Ihren Aufnahmen besonders wichtig, worauf legen Sie am meisten wert?

Karsten Thormaehlen: Mich interessiert nicht nur das Offensichtliche, sondern ich schaue auch gerne hinter die Kulissen. Oft ist es sogar umgekehrt, das Wissen über die Hintergründe veranlasst mich dazu, ein neues Projekt anzugehen. So weist Vilcabamba, ein legendärer Ort in den ecuadorianischen Anden, einen extrem hohen Bevölkerungsanteil an sehr alten Menschen auf. Die Ursachen hierfür sind nicht unbedingt wissenschaftlich erklärbar. Die Einheimischen schreiben es dem milden Klima, der guten Luft oder dem reinen Flusswasser und den darin enthaltenen Mineralien zu, manche der Ernährung oder dem stressfreien Leben. Neuere Erkenntnisse in der Genforschung sprechen aber dafür, dass sich hier in der Abgeschiedenheit das erst vor kurzem entdeckte Methusalem-Gen FOXO3 durchsetzen und behaupten konnte. Vilcabamba verzeichnet seit geraumer Zeit eine hohe Zuwanderung reicher Amerikaner und beträchtlichen Tourismus, älterer und jüngerer Menschen, die die Atmosphäre genießen hoffen, dass die „Magie“ des Ortes auch ihr Leben verlängern wird.

 

BF: Wussten Sie eigentlich schon bei der Aufnahme, dass dies ein ganz besonderes Bild  für Sie sein wird, oder hat sich das erst später im Auswahlprozess ergeben?

Karsten Thormaehlen: Eigentlich weiss ich das meistens nicht, aber dieses Bild hatte ich noch am gleichen Abend sozusagen als „Teaser“ vom Hotel aus zu verschiedenen Redaktionen geschickt, um sie über meine Reise zu informieren.

 

BF: Wo sehen Sie Ihren Fokus in diesem Jahr: auf Portrait / People, Architektur oder Stills und welche fotografische Motivation begleitet Sie ins Jahr 2016? Gibt es schon fest geplante freie Projekte oder einen "Traumjob" in Aussicht?

Karsten Thormaehlen: Im Februar ziehe ich mit dem Studio wieder nach Frankfurt um, dann endet auch mein Fotografie-Lehrauftrag an der Hochschule Rhein-Main. Das Arbeiten mit jungen Nachwuchstalenten hat mir großen Spass gemacht und ich hoffe sehr, dass sich da in nicht allzu ferner Zukunft etwas ähnliches ergibt. Einen „Traumjob“ habe ich gerade erst hinter mir. Ein Fotoshooting an einer Location, wo der jüngste James-Bond-Film gedreht wurde. Dazu findet man ab Februar mehr auf meiner Website. Auch habe ich jüngst erst die Arbeiten zu einem neuen Porträtband beendet. In  diesem Jahr stehen bisher auch wieder zwei grosse neue Ausstellungen an, über die ich aber auch noch nicht viel verraten kann.

 

„Vilcabambaturis“, Loja, Ecuador 2015 © Karsten Thormaehlen

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