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Fotograf Mark Gauci Photography

"Ich halte es nicht länger als drei Tage ohne Kamera aus - normal ist das nicht" - Fotograf Mark Gauci im Interview

 

BF: Herr Gauci, was ist für Sie das Tolle am Beruf Fotograf?
Mark Gauci: Seine vielen Facetten. An Studioaufträgen mag ich es gerade, die Ideen meiner Auftraggeber oder die eines Art Directors technisch umzusetzen und dabei einen eigenen Stil zu integrieren. Denn das ist für mich eine sehr spannende Arbeit! Von allen fotografischen Jobs mache ich Porträts am liebsten. Meine Kamera und ich dürfen dabei für den Porträtierten nicht zur Bedrohung werden, ich muss mich neutral verhalten und dabei fast unsichtbar werden. Gleichzeitig heißt es diesen Menschen zu observieren, seine Merkmale und Gesten zu notieren, herauszufinden, wie er tickt. Oft braucht das Zeit. Manche Menschen sind sehr offen und richtige Naturtalente und werden mit der Kamera schnell warm, andere sind sehr reserviert.
Hochzeiten bedeuten eine große Verantwortung und sind sehr anstrengend. Man muss schnell und effektiv reagieren, schnell mit neuen Umgebungen und Situationen klar kommen. Ich muss die Technik perfekt beherrschen, damit ich Zeit für die Motivauswahl habe. Erfahrung gibt mir hier einen großen Vorsprung – ich weiß zum Beispiel, wo und wann ich mich postieren muss, wo sich das Wesentliche abspielen wird. Und es macht mir Spaß, so viele gut gelaunte Menschen zu begleiten.
 
BF: Welche fotografische Ausbildung haben Sie und seit wann sind Sie Als Fotograf selbstständig? 
Mark Gauci: Ich habe bildende Kunst und Kunstgeschichte studiert und bin dann sehr schnell zur Fotografie gekommen. Schon mit 15 habe ich den ausrangierten Kleiderschrank zur Dunkelkammer umfunktioniert und Filme entwickelt. Ich habe auch anderen Fotografen assistiert und bin seit 2008 selbstständig.
 
BF: Sie fotografieren hauptsächlich Menschen und auch Hochzeiten. Wie kam es zu dieser Spezialisierung und wer sind typischer Weise Ihre Auftraggeber?
Mark Gauci: Ich mag Menschen! Ich bin immer neugierig auf Typen, den komplexen Mix aus Aussehen, Mimik, Körpersprache und kleine Angewohnheiten. Eigentlich wollte ich nie Hochzeiten fotografieren und habe vor sechs Jahren für eine Freundin eine Ausnahme gemacht. Doch da bin ich auf den Geschmack gekommen und es hat viel mehr Spaß gemacht, als ich bis dahin dachte. Dann habe ich weitere Aufträge angenommen und langsam Erfahrung aufgebaut. Der Rest hat sich fast von alleine ergeben. Die typischen Auftraggeber sind junge Leute, die eine Reportage ähnliche Begleitung möchten und vielleicht auch selbst eine gewisse Bildsprache verstehen.  
 
BF: Welcher war Ihr bisher schönster Auftrag und warum?
Mark Gauci: Ich kann nicht den perfekten Auftrag nennen aber ich kann Ihnen vielleicht sagen was dazugehört! Perfektes Wetter, ein Traumpärchen, dass den Tag mit seinen engsten Verwandten und Freunden einfach genießen will und eine großartige Location, die mit viel Liebe zum Detail und zum Wohl der Gäste gewählt wurde, sind sicher sehr wichtig. Daraus entstehen dann Momente voller Nähe, die ich fotografisch festhalte. Wenn das alles zusammenkommt, sagt mir schon das Sucherbild, das ich gerade einen meiner schönsten Aufträge erlebe.
 
BF: Sehen Sie sich als Künstler und die Fotografie als Berufung oder ist das ein ganz normaler Job?
Mark Gauci: Kunst ist ein großes Wort. Arnold Schönberg hat es auf den Punkt gebraucht: Kunst kommt nicht von Können, sondern von Müssen. Ich halte es nicht länger als drei Tage ohne Kamera aus, dann muss ich sie wieder in die Hand nehmen. Normal ist das nicht.
 
BF: Wie wird man als Fotograf erfolgreich und wie behauptet man sich möglichst lange?
Mark Gauci: Man muss sich selbst treu bleiben, eigene Wege gehen und Erfahrungen machen, man darf nicht stehen bleiben und es sich bequem machen. Und man sollte natürlich langfristig Erfolg haben. Leidenschaft und Besessenheit für zeitgenössische Kunst, Musik und Jugendkultur gehören für mich auch dazu.
 
BF: Welchen Weg raten Sie jungen Menschen, die heutzutage Fotograf werden wollen?
Mark Gauci: Sicher gehört eine Fotoassistenz bei einem guten Fotografen zu den besten Wegen in diesen Beruf. Aber ob nach einer Ausbildung, dem Studium, oder als Quereinsteiger - wichtig ist, dass man sowohl technische als auch bildgestalterische Techniken gelernt hat. Auch den menschlichen Aspekt darf man nicht vergessen: Respekt und Anstand gegenüber dem Auftraggeber sind wichtig!
Sie brauchen Ausdauer, Selbstdisziplin und eine Prise gesunden Perfektionismus, dafür ist die analoge Fotografie eine hervorragende Lehre.


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