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Fotograf Martin Hangen

"Leidenschaft und Ausdauer führt zum Erfolg." - Fotograf Martin Hangen im Interview

 

BF: Was ist für Sie das Tolle am Beruf, warum sind Sie Fotograf geworden?
Martin Hangen: Das Besondere am Beruf ist, sich kreativ entfalten zu können, indem man die fotografischen Mittel einsetzt, um die Raumwahrnehmung zu beeinflussen. Es fasziniert mich immer, wenn etwas Individuelles dabei entsteht. Auch mein Vater war von Beruf Fotograf und ich habe ihn als Kind schon gerne bei seinen Produktionen begleitet. Ich fand damals schon Freude daran, Bilder zu gestalten und hatte den Wunsch selber auch Fotograf zu werden.

BF: Welche fotografische Ausbildung haben Sie und seit wann sind Sie als Fotograf selbstständig? Wie schnell kamen die ersten Aufträge?
Martin Hangen: Ich habe 1982-85 eine Handwerksausbildung im väterlichen Betrieb und in der Berufsschule Würzburg absolviert. Eigentlich hatte ich vorgehabt, in Hamburg zu studieren. Da aber die erste Bewerbung nicht angenommen wurde, ergab es sich, dass ich vor Ort Werbeagenturen, Presseagenturen und Unternehmen abklapperten, was sich sehr bald lohnte. Ich bekam Aufträge verschiedener Unternehmen und einen Vertrag als freier Fotograf von einer Presseagentur. So bin ich bei meiner Selbstständigkeit geblieben.

BF: Gibt es einen Bereich in der Fotografie, in dem Sie besonders gerne arbeiten? Was reizt Sie gerade an diesem Bereich und wie kam es dazu?
Martin Hangen: Ich fotografiere sehr gerne Menschen, da ich den inspirierenden Austausch sehr schätze und das Gefühl habe damit meinen Horizont zu erweitern.

BF: Welche waren Ihre bisher schönsten Aufträge?
Martin Hangen: Am schönsten war das Fotografieren der Olympischen Sommerspiele 1996 in Atlanta und die Olympische Winterspiele in Nagano 1998. Es war faszinierend diese Ereignisse mitzuerleben und mir - fotografisch - ein Bild davon zu machen.
In Atlanta fotografierte ich Reportagen in der Stadt rund um Olympia. Ich konnte viele Facetten des sozialen Lebens einfangen und die Auswirkungen, die ein solches Großereignis mit sich bringt. Zum Beispiel das Attentat auf den Centenniel Park neben dem Presse-Zentrum und der nachfolgende gigantische Polizeieinsatz.
In Japan fotografierte ich den olympischen Sport und hatte auch dort viel Kontakt mit Menschen aus Japan.

BF: Sehen Sie sich als Künstler und die Fotografie als Berufung oder ist das ein ganz normaler Job für Sie?
Martin Hangen: Ich sehe mich ganz klar als Auftragsfotograf. Natürlich versuche ich dennoch mich in meinen Fotos handwerklich und "künstlerisch“ zu verwirklichen. Handwerkliches und gestalterisches Können sind bei der Umsetzung von Kundenwünschen schließlich kein Hindernis.
Fotokunst ist jedoch aus meiner Sicht das freie Arbeiten, ohne konkreten Auftrag. Einen Teil meiner Tätigkeit als Fotograf widme ich freien Projekten, publiziere allerdings bislang nicht in Galerien. Ich würde mich selbst nicht als Künstler bezeichnen.

BF: Wie wird man als Fotograf erfolgreich und wie behauptet man sich möglichst lange?
Martin Hangen: Zuerst einmal Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten haben, diese ständig weiter zu entwickeln und aktiv zu sein. Werbemaßnahmen ergreifen, indem man sich sich beispielsweise mit potentiellen Auftraggebern auseinandersetzt. Ein eigenes Profil entwickeln. Sicher hilft es sich am Markt zu orientieren, Kontakte zu knüpfen, ein positives Bild durch entsprechendes Verhalten zu hinterlassen, sowie gute Arbeit zu leisten.
Aus Erfahrung kann ich sagen, dass Menschen, denen man auf seinem Lebensweg begegnet, sich wieder an einen erinnern, wenn man ihnen selbst Wertschätzung entgegen bringt.
Auf jeden Fall sollte man Enttäuschung und Ablehnung als Prozess zur eigenen Entwicklung begreifen und immer wieder den Mut zum Neuanfang haben.

BF: Was dürfen Kunden von Ihnen erwarten, wenn Sie gebucht werden? Was zeichnet Ihre Fotografie aus?
Martin Hangen: Kunden dürfen erwarten, dass ich meine Arbeit mit vollem Enthusiasmus mache, denn die Begeisterung an der Fotografie hat bei mir nie nachgelassen.

BF: Welchen Weg raten Sie jungen Menschen, die heutzutage Fotograf werden wollen?
Martin Hangen: Es gibt keinen „Königsweg”, der Erfolg garantiert. Zunächst sollte ein grundlegendes Interesse an der Gestaltung und dem Ausdruck durch die Fotografie vorhanden sein.
Eine Ausbildung vermittelt die handwerkliche Bandbreite des Fotografierens und kann eine gute Basis bescheren: Studio, on-location-shots, früher Labor - heute die Arbeit am Rechner etc.
Das Studium ermöglicht sicher eine intellektuellere Auseinandersetzung mit dem Medium Fotografie und dessen Inhalten und es gewährt einen größeren Freiraum.
Eine Assistenz bietet einen sehr guten Praxisbezug mit Einblick in das Medium entsprechend des Tätigkeitsschwerpunktes des Fotografen. Eventuell erhält man sogar gute Kontakte.
Für alle Bereiche gilt das eigene Bestreben als entscheidende Grundlage. Die eigenen Fähigkeiten zu erkennen und weiter zu entwickeln ist wichtig. Leidenschaft gepaart mit Ausdauer zieht Erfolg nach sich.

BF: Was macht ein Bild für Sie zu einem guten Foto?
Martin Hangen: Eine außergewöhnliche Idee, die entsprechende Umsetzungsfähigkeit und im besten Falle eine eigene Ästhetik. 

 

 

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