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Das Revival der Petzval Linse im Jahre 2013



Als Daguerre 1837 sein Positivverfahren auf Grundlage der Camera obscura entwickelte, gab es nur handgeschliffene Linsen, die in den Folgejahren von Optikern nach Erfahrungswerten hergestellt wurden. 
1840 berechnete dann der Wiener Mathematiker Josef Maximilian Petzval mit viel Aufwand zum ersten Mal ein Objektiv auf mathematischem Wege und nach optischen Gesetzen. Mit diesem relativ verzeichnungsfreien und zudem lichtstarken Objektiv war es in der Praxis das erste Mal möglich, auch Menschen mit einer zumutbaren Verschlusszeit von 15-30sec zu fotografieren.
Von 1840 bis 1862 wurde dieses Petzvalobjektiv dann von Voigtländer in einer Stückzahl von über 50.000 Stück produziert und weltweit erfolgreich vertrieben.

Die Lomographische Gesellschaft hat jetzt das Petzval Objektiv nachgebaut und eine Version für moderne Kameras entwickelt, die sich an Canon und Nikon adaptieren lässt. Mit einer Blendenöffnung von F2,2 und einer Linsenvergütung ist das Objektiv zudem auch lichtstark genug, um keine fotografischen Wünsche offen zu lassen.
Das "neue Petzval" hält sich ansonsten so weit wie möglich an das Original und soll von der Abbildungsleistung ähnliche Verzeichnungen und Bildfeldwölbungen aufweisen. Dadurch bekommt es den für die Petzval Linse charakteristischen Bokeh-Effekt. Die Blende lässt sich wie früher über ein Einstecksystem bis F16 schließen.

Die Lomographische Gesellschaft wirbt auf kickstarter um 100.000 USD, um die Produktion im Zenit Werk in Russland zu starten. Mittlerweile haben sie weit über 1 Million Dollar eingenommen, was ein gigantischer Marketingerfolg ist.

Wer aber die lomographische Gesellschaft als ein studentisches Spaßprojekt ansieht und die Lomographie als Eintagsfliege abtut, dem sei dieser Artikel auf Spiegel empfohlen, der über den Lomo-Hype und über die Entstehung von der Vereinsgründung 2005 über die Lomographische GmbH bis zur Lomographischen AG berichtet: Spiegel
Dem Artikel zufolge dürfte die Lomographische AG 2009 einen Jahresüberschuss von 1,66 Millionen Euro erwirtschaftet haben.

Mittlerweile sind weit über 2000 Objektive über Kickstarter verkauft und werden ab Dezember 2013 ausgeliefert. Der reguläre Preis wird bei 499,00 Euro liegen.

Bleibt die Frage nach dem Sinn dieser Linse und hier gibt es sicherlich verschiedene Meinungen. Vertreten die einen Fotografen die Auffassung, dass die Technik völlig egal ist und nur der Inhalt des Bildes zählt, ist für andere der Look weit wichtiger als das Motiv.
Da die professionelle Fotografie aber seit etlichen Jahrzehnten auch ohne das Petzval Objektiv ausgekommen ist und zudem auch die wenigsten Profifotografen mit bildfehlerbehafteten Kameras wie der Lomo fotografieren, wird sich die Nachfrage wohl vor allem auf den Amateurbereich beziehen. 




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