Fotografen Verzeichnis deutscher Berufsfotografen:

Fotograf Uli Planz uliP photography

"Ein gutes Bild spricht immer für sich und bedarf keiner Erläuterung" - Fotograf Uli Planz im Interview

 

BF: Was ist für Sie das Tolle am Beruf, warum sind Sie Fotograf geworden?
Uli Planz: Weil das Fotografenleben niemals langweilig ist. Man ist ständig an unterschiedlichen Schauplätzen, hat mit vielen, ganz unterschiedlichen Menschen und Motiven zu tun, schafft etwas Sichtbares und manchmal sogar Dauerhaftes.

BF: Welche fotografische Ausbildung haben Sie und seit wann sind Sie als Fotograf selbstständig? Wie schnell kamen die ersten Aufträge?
Uli Planz: Ich bin Autodidakt und habe mich erst vor 8 Jahren entschlossen, mein altes Berufsleben hinter mir zu lassen und meinen Traum umzusetzen. Die ersten Aufträge kamen recht schnell, aber es gab zwischendurch auch mal magere Zeiten. Inzwischen bin ich durchgehend gut beschäftigt und zufrieden mit meiner Auftragslage.

BF: Gibt es einen Bereich in der Fotografie, in dem Sie besonders gerne arbeiten? Was reizt Sie gerade an diesem Bereich und wie kam es dazu?
Uli Planz: Ich mag Menschen, insofern sind sie meine bevorzugten Motive. Emotionale Portraits gehören vermutlich zu meinen Stärken, genauso wie „People at Work“. Ich fotografiere oft und besonders gerne im medizinischen Bereich, für Kliniken und niedergelassene Ärzte. Handwerk finde ich auch sehr spannend, da entstehen meist dichte und dynamische Bilder von Arbeitssituationen. Weitere Schwerpunkte meiner Arbeit sind Architektur- und Veranstaltungsfotografie.

BF: Welche waren Ihre zwei schönsten Aufträge und warum?
Uli Planz: Es war mein erster größerer Job vor einigen Jahren. Ich durfte Krane und Arbeitsbühnen für einen Maschinenvermieter an meinen Lieblingsschauplätzen inmitten der Frankfurter Architektur inszenieren – ich hatte völlig freie Hand. Das hat mir mordsmäßig Spaß gemacht.
Mein erster fotografischer Einsatz bei einer mehrstündigen OP hat auch einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen. Ich war aufgeregt und sehr fasziniert – zum Einen von der Präzisionsarbeit der Chirurgen, zum Anderen vom Blick ins Innere des Menschen, der nicht Vielen vergönnt ist.

BF: Sehen Sie sich als Künstler und die Fotografie als Berufung oder ist das ein ganz normaler Job für Sie?
Uli Planz: Ich bin Auftragsfotograf und damit Handwerker, inklusive Pflichtmitgliedschaft bei der Handwerkskammer. Also schon von daher kein Künstler. Fotografie war und ist meine große Leidenschaft, und ich bekomme Geld für das, was ich ohnehin am liebsten tue. Das können, glaube ich, nur Wenige von ihren Berufen behaupten. Ich bin angekommen.

BF: Wie wird man als Fotograf erfolgreich und wie behauptet man sich möglichst lange?
Uli Planz: Das werde ich oft gefragt und habe kein Patentrezept. Ich glaube aber, man muss für seine fotografische Leidenschaft brennen und seine Kunden für Ideen begeistern können. Das ist kein Geschäft für Autisten, nur als kommunikativer Zeitgenosse kommt man an Jobs. Um sich am Markt behaupten zu können, braucht man, neben Talent und einer Portion Glück, vor allem Kontakte und Empfehlungen von zufriedenen Bestandskunden. Im Zeitalter des World Wide Web ist ein (suchmaschinenoptimierter) Internetauftritt überaus wichtig. Dadurch gewinne ich Neukunden, die ich auf herkömmlichem Wege nicht erreicht hätte.

BF: Was dürfen Kunden von Ihnen erwarten, wenn Sie gebucht werden? Was zeichnet Ihre Fotografie aus?
Uli Planz: Ich bin technisch vermutlich nicht besser als meine 20.000 Kollegen. Aber ich kann Menschen mit meiner Kamera etwas entlocken, das sie sich selbst vielleicht gar nicht zugetraut hätten. Ich kann schnell Kontakt zu meinen „Laiendarstellern“ aufbauen, ihr Vertrauen gewinnen und die natürliche Angst vorm Fotografiertwerden nehmen. Das schafft nicht jeder. Ich versuche mit meinen Bildern den Nerv meiner Kunden zu treffen, möchte ihnen aber meine persönliche Handschrift verleihen und mich nicht verbiegen.

BF: Welchen Weg raten Sie jungen Menschen, die heutzutage Fotograf werden wollen? 
Uli Planz: Wer die Fähigkeit besitzt „fotografisch“ zu sehen, bringt gute Voraussetzungen mit. Die technische Seite der Fotografie wird oft überschätzt, aber natürlich gehören ein sicherer Umgang mit dem Equipment und gute Kenntnisse in der Bildbearbeitung zum Job. Wer Fotografie zum Beruf machen möchte, sollte sehr viel mit der Kamera arbeiten und so oft es geht Bilder anschauen. Damit meine ich nicht nur Fotos, sondern besonders auch Malerei. So lernt man intuitiv etwas über Gestaltung und Bildaufbau. Das Wichtigste ist: Wenn man sich wirklich für die Fotografie berufen fühlt, sollte man sich durch nichts und niemanden von seinem Ziel abbringen lassen. Ob Lehre, Studium oder Praktikum der Weg sind, muss jeder für sich entscheiden. Eine gute theoretische und praktische Basis hat sicherlich noch keinem geschadet.

BF: Was macht ein Bild für Sie zu einem guten Foto?
Uli Planz: Ein gutes Foto löst Emotionen aus. Meiner Meinung nach spricht ein gutes Bild immer für sich und bedarf keiner Erläuterung. In der kommerziellen Fotografie sollte das Bild eine Botschaft transportieren, die erkennbar und dem werblichen Zweck dienlich ist. Im nichtkommerziellen Bereich schätze ich auch Betroffenheit oder Überraschtheit als erwünschte Emotionen des Betrachters. Spannende Bilder, bei denen man länger verweilt, dürfen auch gerne eine „Story“ haben.



Newsletter Anmeldung Berufsfotografen
Ich abonniere den kostenlosen Newsletter und habe die Datenschutzerklärungen gelesen und akzeptiert.


Datenschutzerklärung kostenloser Newsletter

Sie stimmen dem kostenlosen Erhalt des Newsletters der Miss Audrey UG (haftungsbeschränkt) zu. Der Newsletterversand erfolgt per E-Mail. Der Newsletter enthält Informationen über fotografische und verwandte Themen, über Produkte und Angebote für Fotografen und Selbstständige. Ihre personenbezogenen Daten, die wir für den Versand des Newsletters verarbeiten, werden nicht an Dritte weitergegeben oder Ihnen zur Verfügung gestellt. Sie können den Erhalt des Newsletters jederzeit mit Wirkung für die Zukunft per Email an mail@berufsfotografen.de oder postalisch an die im Impressum angegebene Adresse abbestellen.

Jobangebote wie diese automatisch per Mail erhalten?

Alle Fotografen, die mit einem Silber- oder Goldeintrag registriert sind, erhalten Jobs aus der jeweiligen Region, die Auftraggeber über die Jobbörse einstellen, per Mail zugesendet.

Wenn auch Sie zukünftig diese Jobangebote per Mail erhalten möchten, registrieren Sie sich bitte mit einem Silber- oder Goldeintrag.

Weitere Features zur Selbstvermarktung als Fotograf, die Ihnen ein Eintrag bietet:

  • Jobangebote über die Mailunktion
  • News im eigenen Profil veröffentlichen
  • PDF und vCard Ihres Profils zum Download für Kunden
  • Vita, Referenzen, Verlinkungen, Google Maps
Jetzt eintragen