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Fotograf Marcus Ziemke / MABIFOTO

"Emotion trifft auf Fotografie" - Fotograf Marcus Ziemke

 

BF: Hallo Herr Ziemke, was ist für Sie eigentlich das Tolle am Beruf, warum sind Sie Fotograf geworden? Marcus Ziemke: Man könnte sagen, der Beruf ist mir in die Wiege gelegt worden Aber ganz so ist es nicht. Vor einigen Jahren ist mir ein Foto in die Hand gefallen. Darauf war ich mit einem ORWO Film zu sehen. Ich war da ungefähr 2 Jahre alt. Aber meine Fotobegeisterung war da wohl schon sehr ausgeprägt! Mit 16 kaufte ich mir eine Kamera und seitdem ist es um mich geschehen. Meine erste Hochzeit fotografierte ich mit mitte 20 und ich war begeistert. Die Emotionen des Tages in einem Foto festhalten, dass wollte ich von da an. Es dauert einige Jahre, aber ich habe es nach vielen Jahren geschafft und darf nun meine eigene Begeisterung im Umgang mit dem Brautpaar und den Gästen als Beruf ausüben. Dieser emotionale Moment, das Ja-Wort, der erste Blick, der Moment in dem Omi, Opa oder Mutti und Vati an die frisch Vermählten treten – das möchte ich - auch aus eigener Begeisterung, für meine Brautpaare festhalten. Ich liebe es auch, eine Entwicklung bei meinen Brautpaaren zu sehen. Zuerst gespannt und aufgeregt. Lässt die Anspannung nach dem Ja-Wort nach und glückliche, meist sehr gerührte Gesichter sind zu sehen. Das ist toll.

BF: Welche fotografische Ausbildung haben Sie und seit wann sind Sie als Fotograf selbstständig? Wie schnell kamen die ersten Aufträge? Marcus Ziemke: Ich fotografiere seit mehr als 20 Jahre, bin aber zuerst einen ganz anderen, beruflichen Weg gegangen. Parallel dazu habe ich mich als Hobbyfotograf technisch und persönlich weiterentwickelt. Ich nahm in mehr als 10 Jahren jedes Jahr an Kursen, Workshops und Infoveranstaltungen zum Thema Fotografie teil. Ohne die Absicht es zu meinem Beruf zu machen. Nur aus Interesse und um mich zu entwickeln. Dann kam mein erster großer Auftrag, eine Hochzeit mit fast 100 Gästen zu fotografieren - wow! Und seit diesem Tag wusste ich, ich will das beruflich machen. Es sollte dann aber noch einige Jahre dauern. Im Jahr 2014 habe ich mich selbständig gemacht. Erst nebenberuflich, dann nach 2 Jahren hauptberuflich. Meine ersten Aufträge kamen aus dem Freundes-, Bekannten- und Verwandtenkreis. Kurz danach entdeckte ich Portale auf denen Hochzeitsfotografen gesucht wurden und bewarb mich. Das führte schnell zu Aufträgen, bis heute.

BF: Gibt es einen Bereich in der Fotografie, in dem Sie besonders gerne arbeiten? Marcus Ziemke: Die Hochzeitsfotografie, der Leser wird es ahnen, das ist mein Bereich. Hier bin ich fotografisch groß geworden und das macht mich fotografisch aus. Es ist, um es einzuordnen, die Portraitfotografie, die es mir angetan hat.

BF: Manche Aufträge sind emotional oder inhaltlich besonders schön. Hatten Sie einen Auftrag, der Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist? Marcus Ziemke: Die erste Hochzeit, na klar, an die erinnere ich mich gerne zurück. Das war mein emotionaler Höhepunkt, die Aufregung war schon groß! Inzwischen erinnere ich mich aber gerne an die erste Hochzeit auf einem Schiff, in Rheinsberg und an ein Verlobungsshooting vor dem Fallschirmsprung des Bräutigams. Der ging natürlich gut aus, die beiden haben dieses Jahr geheiratet! Hochzeiten sind für mich noch immer sehr emotional, ich tue mir und den Paaren unrecht, eine hervorzuheben. Aber an die eine oder andere Anekdote erinnere ich mich natürlich gerne. Das Hochzeitskleid, dass nach nur wenigen Sekunden von einem Vogel getroffen wurde. Das Kind, dass in der Kirche nicht aufhören wollte zu weinen und vom Pfarrer dann in den Arm genommen und beruhigt wurde. Der eine Ewigkeit dauernde Kuss eines Paares im Standesamt. Ich war auch schon mal alleine mit einem Paar im Standesamt. Wir waren zu viert, das Paar, Standesbeamtin und ich. Spontan wurde ich dann als Trauzeuge genommen. Es ist klasse und macht einfach Spaß, darüber nachzudenken.

BF: Sehen Sie sich als Künstler und die Fotografie als Berufung oder ist das ein ganz normaler Job? Marcus Ziemke: Ich bin sicherlich erst einmal Dienstleister für meine Paare und Auftraggeber, also ist es in erster Linie ein Beruf. Ein normaler dann aber sicherlich nicht. Zuerst einmal bin ich sehr nah an meinen Kunden, die mit mir einen besonderen Moment erleben und am Ende durch meine Fotos daran erinnert werden. Das unterscheidet mich von anderen Dienstleistern. Musik geht durchs Ohr, Essen wird gegessen, dass was dann vom Tag bleibt, ist das Foto. Künstlerisch werde ich immer dann tätig, wenn ich herausgefordert werde. Die Location, das Wetter, besondere Unständige, oder auch mal ein außergewöhnlicher Wunsch, der mich besonders kreativ werden lässt.

BF: Wie wird man als Fotograf erfolgreich und wie behauptet man sich möglichst lange? Marcus Ziemke: Ein Erfolgsrezept habe ich nicht. Sicherlich gehört eine Bereitschaft zu langen Arbeitszeiten, Wochenendarbeit, oder auch mal eine Nachtschicht dazu. Für seine Kunden das Bestmögliche zu ganz unterschiedlichen Zeiten herausholen und das Ergebnis auch gut verkaufen. Aber das ist die Arbeitsweise. Weiterentwicklung, persönlich wie technisch, sollte für jeden Selbstdtändigen gelten. Sich unterscheiden, das ist glaube ich ein Erfolgsrezept. Nicht alles nachmachen und als Fotograf mit fremden Federn schmücken, geht gar nicht. Sei Du selbst.

BF: Was dürfen Kunden von Ihnen erwarten, wenn Sie gebucht werden? Was zeichnet Ihre Fotografie aus? Marcus Ziemke: Meine Kunden erwarten neben meinem professionellen Auftreten natürlich Fotos, die Ihren schönsten Tag, Ihr Erlebnis, Ihren Moment gestochen scharf festhalten. Ich stehe aber für mehr. Für emotionale Fotos, Fotos die in Erinnerung bleiben, für Unterhaltung während des Gruppenfotos, damit alle vom Moment begeistert sind. Ich spreche viel mit dem Brautpaar vorher ab, um bestens vorbereitet zu sein. Denn jeder Auftrag ist anders. Kurz, ich stehe selbst für Emotionen.  Vor, während und nach dem Auftrag.

BF: Welchen Weg raten Sie jungen Menschen, die heutzutage Fotograf werden wollen? Marcus Ziemke: Lernt zu fotografieren. Persönlich wie technisch. Lernt eure Kamera kennen und lernt bei der Peoplefotografie mit dem Model, dem Menschen zu sprechen. Fotografie ist in erste Linei der Umgang mit dem Menschen, der Landschaft, dem Model oder auch dem Gebäude. Das Foto macht nicht die Kamera, Ihr macht es. Natürlich ist eine Ausbildung eine solide Grundlage. Als Quereinsteiger dauert es manchmal viele Jahre länger, um das gewünschte Ziel zu erreichen. Das kann, wie in meinem Fall aber aus besondere Begeisterung und dem Willen geschehen.

BF: Was macht ein Bild für Sie zu einem guten Foto? Marcus Ziemke: Ich freue mich jedes Mal wenn ein besondere Moment von mir eingefangen wurde. Etwas Ungeplantes, Spontanes. Emotion trifft Foto. Es muss natürlich technisch gut sein. Aber das ist es dann auch, mit viel Erfahrung und aus Liebe zur Fotografie, geworden.



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