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19.03.2019 - 10:26 Uhr

Die mfm Tabelle Bildhonorare - gibt es 2019 mehr Honorar für Nutzungsrechte?

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Gerade ist das neue mfm Heft erschienen und bietet wieder viele Tabellen der marktüblichen Bildhonorare für die Berechnung von Nutzungsrechten.

Für diejenigen, die schon länger in der professionellen Fotografie tätig sind, ist die mfm mit den Tabellen ein Begriff und oft auch eine gute Unterstützung. Dennoch gibt es immer wieder Unklarheiten, wer die mfm eigentlich ist und woher die Daten kommen.

Im letzten Jahr war berufsfotografen in den Prozess der Erhebung und Auswertung involviert und somit ist es an der Zeit, diese möglichen Unklarheiten auszuräumen.

Wer oder was ist eigentlich die mfm?

Hinter der Abkürzung mfm steht die Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing. Das ist ein Arbeitskreis des Bundesverbandes professioneller Bildanbieter e.V. (BVPA). In diesem sind neben den Bildagenturen auch Dienstleister der Bildbranche organisiert. Zur mfm gehören zudem die korporativen Verbände wie AGD, bff, BVAF, CV, DGPh, DJV, freeLens, ver.di und weitere sowie Portalanbieter der Bildbranche.

Wie lange gibt es schon den mfm Arbeitskreis und was ist der Sinn dahinter?

Die mfm wurde 1983 als Arbeitsgruppe des BVPA gegründet. Die mfm hat die Aufgabe, marktübliche Nutzungshonorare zu erheben und zu publizieren. Seit 2017 treffen sich Mitglieder der mfm, die korporativen Partner und Verbände mit Vertretern aus der Wirtschaft zum mfm round-table, um über die aktuelle Situation der Nutzungsrechte und Bildhonorare zu diskutieren. Die Informationen dieses Austausches fliessen in die Gestaltung der jährlichen Erhebung der Nutzungshonorare ein. Auf Basis dieser Erhebung erscheint dann die Publikation "mfm-BILDHONORARE" als Heft mit den Tabellen.

Woher stammen die Daten Bildhonorare in den mfm Tabellen und welchen Nutzen haben diese Listen?

In der mfm Liste werden die Daten wiedergegeben, die in einer Umfrage von Bildagenturen und einzelnen Fotografen übermittelt wurden. Dadurch entsteht eine Übersicht der marktüblichen Honorare, die dann als Durchschnittswerte dargestellt werden. Es handelt sich bei den Daten in den Tabellen somit nicht um Empfehlungen, sondern um eine Wiedergabe der erfassten Daten. 

Somit ist die Tabelle für Fotografen interessant, die Bildhonorare kalkulieren oder beim Kunden durchsetzen möchten, genauso wie für Bildredaktionen, Agenturen und natürlich auch für Gutachter, Rechtsanwälte und Gerichte.

Was ist neu in der mfm Tabelle 2019 und wie haben sich die Daten verändert? Sind die Preise der Bildhonorare eher gestiegen oder gefallen?

Das Heft ist schlanker geworden, denn einige Nutzungsarten werden nicht mehr erfasst und sind am Ende des Heftes nur noch im Archiv abgebildet. Das hat einfach den Grund, dass sich Märkte verschoben haben. Bei "Einblendungen als Bildschirmschoner" oder "Fotos in Lehrfilmen" und "Fotos auf Telefonkarten" ist der Markt mittlerweile einfach zu klein, um ihn abbilden zu können.

Wir haben uns deshalb einmal die anderen Werte angeschaut und verglichen, was sich in den letzten Jahren an den Bildhonoraren verändert hat. Das ältestes Heft, was wir vorliegen hatten, war die Ausgabe 2011.

So gibt es Bereiche, in denen sich die Bildhonoare kaum verändert haben. Im Bereich der Bildnutzung in Reisekatalogen oder im Fernsehen sind die erhobenen Daten fast identisch. Etwas anders sieht es zum Beispiel bei Prospekten aus, wo sich das ermittelte Bildonorar bei einer Auflage von 100.000 Stück und einer Abbildungsgröße von A6 von 2011 zu 2019 um knapp 20% verringert hat. 

Es gibt aber auch eine gegenteilige Richtung: Bei online Nutzungen haben sich die Bildhonorare in den letzten 8 Jahren teilweise um bis zu 30% erhöht. 

Zusammen gefasst lässt sich sagen, dass die mfm Erhebung nach wie vor ein "Standardwerk" im Bereich der Bildhonorare ist und jedem nahe gelegt werden kann. Darüber hinaus bildet das mfm Heft auch in diesem Jahr wieder weitere Honorarmodelle ab, wie den der VG Bild Kunst oder den der AGD.

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Wie unterschiedlich Fotografen Nutzungsrechte handhaben, haben wir in einer eigenen Erhebung vor einigen Wochen herausgefunden. Die Zusammenfassung dazu findet man in diesem Artikel Nutzungsrechte als Fotograf berechnen - bringt das was?

Und wer darüber hinaus noch ganz am Anfang steht und sich vor allem auch noch unsicher ist, wie hoch der eigene Tagessatz sein sollte, dem ist unser Honorarrechner ans Herz gelegt. Denn es hilft wenig, sich um Bildhonorare und Nutzungsrechte zu kümmern, wenn man sich mit dem eigenen Tagessatz wirtschaftlich auf dünnem Eis bewegt.

Bezogen werden kann das Heft mfm Bildhonorare 2019 für 28€ unter diesem Link. Dort findet man auch eine Möglichkeit, das Heft als app auf dem Handy zu nutzen.

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