Fotografen Verzeichnis deutscher Berufsfotografen:

Fotograf Ralf Weigel

"Die Leidenschaft ist mein Mentor" - Ralf Weigel über seine Karriere als Fotograf

 

BF: Herr Weigel, was ist für Sie das Tolle am Beruf, warum sind Sie Fotograf geworden?
Ralf Weigel: Das war schlicht und ergreifend eine konsequente Entwicklung. Ich bin Quereinsteiger und habe Fahrzeugtechnik studiert. Aber nach dem Kauf meiner ersten Spiegelreflexkamera hat mich das Thema Fotografie völlig in seinen Bann gezogen. Am Anfang ging es eigentlich nur darum, schöne Bilder von allem zu machen, was vor meine Linse kam und die Welt mit anderen Augen wahrzunehmen. Quasi als Außenstehender.  
Sehr schnell entfachte gerade die Inszenierung von Menschen vor der Kamera eine Leidenschaft in mir, wie ich sie vorher noch nie erlebt hatte. Emotionen zu zeigen und auch auszulösen, wurde zu einer Art Sucht. Davon angetrieben nahm ich das Thema an und entwickelte es immer weiter. Step by Step. Bei jedem Shooting lernte ich mehr dazu und formte meinen eigenen Bildstil.

BF: Welche fotografische Ausbildung haben Sie und seit wann sind Sie als Fotograf selbstständig?
Ralf Weigel: Meine Ausbildung ist schnell erklärt. Ich bin Autodidakt. Zu 100%. Die Leidenschaft ist mein Mentor. Die ersten Aufträge kamen ca. nach einem Jahr nachdem ich die Fotografie für mich entdeckt hatte. Seitdem (2006) bin ich auch selbstständig.

BF: Sie haben sich auf die People-/Modefotografie spezialisiert - was reizt Sie gerade an diesem Bereich und wie kam es dazu?
Ralf Weigel: Menschen zu fotografieren ist was ganz Besonderes.  Einerseits beim Fotografieren selbst. Die für den Moment schon fast intime Beziehung zum Model. Egal ob konkrete Vorstellungen umzusetzen sind oder zu experimentieren. Einen Menschen zu modellieren und zu inszenieren ist für mich einfach das Größte.  Und andererseits steht da die pure Freude am Endergebnis. Dem fertigen Bild. 
Die Modefotografie ist für mich ganz einfach die Königsdisziplin. Kleider, Schuhe oder Schmuck ins rechte Licht zu rücken ist die eine Seite. Aber diesen dann zu ihrem offensichtlichen Design zusätzlich einen Charakter und ein Image durch den Ausdruck und die Körpersprache eines Models zu verleihen, verlangt viel Fingerspitzengefühl. Eine präzise Planung und eine exakte und leidenschaftliche Umsetzung sind hier unabdingbar.
Am Anfang meiner Selbstständigkeit als Fotograf bekam ich den Auftrag, die aktuelle Dirndl-Kollektion einer Münchener Designerin zu fotografieren, womit ich ehrlich gesagt zuerst wenig anfangen konnte. Als ich aber noch während des Shootings realisiert habe, welche Möglichkeiten Mode bietet, Bilder zu gestalten und zu formen, war es um mich geschehen. Da wusste ich, dass ich genau das machen will.

BF: Welche waren bisher Ihre schönsten Aufträge?
Ralf Weigel: Ein Shooting im Studio zwei Jahre später für die selbe Designerin. Hier konnte ich zum ersten Mal eins zu eins umsetzen, was ich seit der ersten Berührung mit der Modefotografie gelernt habe. Das war die Bestätigung für meine Entscheidung zwei Jahre zuvor, diesen Weg zu gehen.
Dann war da noch ein Shooting für eine sehr talentierte Nachwuchs-Designerin aus München. Wir haben den komplett gleichen Geschmack, was Bildsprache, Models und auch die Mode angeht. Das kommt in dieser Form nun wirklich nicht oft vor. Dies spiegelt sich in den entstandenen Bildern wieder, die durch ihre präzise Schlichtheit überzeugen. Sie gehören bis heute zu meinen Favoriten, weil Sie auch meinen Stil als Modefotografen exakt wiedergeben.

BF: Sehen Sie sich als Künstler und die Fotografie als Berufung oder ist das ein ganz normaler Job?
Ralf Weigel: Ich habe mich selbst noch nie als Künstler gesehen, weil ich mit Kunst eine tiefer gehende Aussage verbinde. Ich will ausschließlich schiere Emotionen wecken. Nicht mehr und nicht weniger. Deshalb sehe ich mich eher als einen kreativen "Handwerker" mit Hang zum Schönen.

BF: Wie wird man als Fotograf erfolgreich und wie behauptet man sich möglichst lange?
Ralf Weigel: Wenn es hier ein immer gültiges Rezept gäbe, wäre wohl jeder erfolgreich und somit wiederum auch nicht.
Man muss den Unterschied ausmachen. Manche Wenige können diesen vielleicht planen. Ich nicht. Ich persönlich fotografiere, weil es meine Leidenschaft ist. Ob diese für jeden zwangsläufig zum Erfolg führt, bezweifle ich. Die Chancen darauf steigen aber allemal. Auf Zufriedenheit und Glück ebenfalls.

BF: Welchen Weg raten Sie jungen Menschen, die heutzutage Fotograf werden wollen?
Ralf Weigel: Das ist schwierig und hängt ganz davon ab, wann man entdeckt oder entscheidet, dass man Fotograf werden will. Wenn das rechtzeitig passiert, kann eine Ausbildung oder die Fotoassistenz bei guten Fotografen nie schaden. So bekommt man zumindest neben der handwerklichen Ausbildung einen Einblick, was es heißt, selbstständig zu sein. 
Ein Quereinstieg ist immer möglich. Jedoch mit Sicherheit schwieriger und langwierig. 

BF: Was macht ein Bild für Sie zu einem guten Foto? 
Ralf Weigel: Ein gutes Foto muss im Kopf bleiben und dazu verleiten, es immer wieder anschauen zu wollen.
Letzten Endes geht es um reine Emotionen. Die technische Umsetzung gibt dem Ganzen lediglich einen Rahmen.



Newsletter Anmeldung Berufsfotografen
Ich abonniere den kostenlosen Newsletter und habe die Datenschutzerklärungen gelesen und akzeptiert.


Datenschutzerklärung kostenloser Newsletter

Sie stimmen dem kostenlosen Erhalt des Newsletters der Miss Audrey UG (haftungsbeschränkt) zu. Der Newsletterversand erfolgt per E-Mail. Der Newsletter enthält Informationen über fotografische und verwandte Themen, über Produkte und Angebote für Fotografen und Selbstständige. Ihre personenbezogenen Daten, die wir für den Versand des Newsletters verarbeiten, werden nicht an Dritte weitergegeben oder Ihnen zur Verfügung gestellt. Sie können den Erhalt des Newsletters jederzeit mit Wirkung für die Zukunft per Email an mail@berufsfotografen.de oder postalisch an die im Impressum angegebene Adresse abbestellen.

Jobangebote wie diese automatisch per Mail erhalten?

Alle Fotografen, die mit einem Silber- oder Goldeintrag registriert sind, erhalten Jobs aus der jeweiligen Region, die Auftraggeber über die Jobbörse einstellen, per Mail zugesendet.

Wenn auch Sie zukünftig diese Jobangebote per Mail erhalten möchten, registrieren Sie sich bitte mit einem Silber- oder Goldeintrag.

Weitere Features zur Selbstvermarktung als Fotograf, die Ihnen ein Eintrag bietet:

  • Jobangebote über die Mailunktion
  • News im eigenen Profil veröffentlichen
  • PDF und vCard Ihres Profils zum Download für Kunden
  • Vita, Referenzen, Verlinkungen, Google Maps
Jetzt eintragen