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Fotograf Stefan Kiefer Fotografie

"Eine gute Aufnahme ist die, mit der mein Kunde zufrieden ist." - Interview mit Fotograf Stefan Kiefer

 

BF: Was ist für Sie das Tolle am Beruf, warum sind Sie Fotograf geworden?

Stefan Kiefer: Die Fotografie begeisterte mich schon seit meiner Kindheit. Zum Kauf der ersten Filme für meine Agfamatic sparte ich mein ganzes Taschengeld. Da auch das Fach Kunst in der Schule zu meinen Lieblingsfächern gehörte, war es für mich nie eine Frage den kreativen Beruf des Fotografen zu erlernen. Wie vielseitig dieser Beruf sein kann, habe ich erst im Laufe der Jahre gemerkt. Man lernt ständig neue Dinge kennen, trifft interessante Menschen und sieht Bereiche, die normalerweise nicht für jedermann zugänglich sind.
       
BF: Welche fotografische Ausbildung haben Sie und seit wann sind Sie als Fotograf selbstständig? Wie schnell kamen die ersten Aufträge?
Stefan Kiefer: Mit 18 Jahren begann ich eine klassische Fotografenlehre in einem Fotostudio, noch so richtig mit Filmentwicklung, Labor und Sinar-Fachkamera. Um mein dürftiges Lehrgeld aufzubessern, fotografierte ich an den Wochenenden für eine Lokalzeitung, auf Veranstaltungen und auf dem Fußballplatz. Schließlich begann ich 1992 als Freelancer bei der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Über 9 Jahre fotografierte ich alle Themen rund um Sport, Politik, Wirtschaft und war auch auf größeren Auslandseinsätzen für die dpa unterwegs.           

BF: Gibt es einen Bereich in der Fotografie, in dem Sie besonders gerne arbeiten? Was reizt Sie gerade an diesem Bereich und wie kam es dazu?
Stefan Kiefer: Durch den Kontakt zu einem großen Industrieunternehmen, für das ich über ein Jahr lang weltweit Referenzobjekte und Reportagen im Bereich Anlagenbau und Maschinenbau fotografiert habe, entschloss ich mich meinen Arbeitsschwerpunkt vom Fotojournalismus zur Industriefotografie zu verlegen. Dabei reizen mich besonders die verschiedenen Technologien und die komplexen Abläufe der Anlagen, die ich erst verstehen muss, um sie dann für den Kunden punktgenau zu visualisieren. Auch Kunden aus der Pharmaindustrie und der Elektronikindustrie nutzen meine Aufnahmen in Geschäftsberichten, Produktbroschüren und Imagebroschüren. Das ist alles sehr vielseitig und spannend.                    

BF: Welche waren Ihre zwei schönsten Aufträge und warum?
Stefan Kiefer: Jeder Auftrag ist schön und hat seinen ganz eigenen Reiz. Aber immer wieder reizvoll sind Kundenaufträge in Mittelamerika und Russland durch die anderen Kulturen und die zu meisternden Unwägbarkeiten vor Ort. Am russischen Zoll ist es beispielsweise nicht so einfach, mit seinem Fotoequipment trotz Carnet durchzukommen. Es bedarf nach wie vor jeder Menge Geduld und dem nötigen „Trinkgeld“ für die Zollbeamten.  

 

BF: Sehen Sie sich als Künstler und die Fotografie als Berufung oder ist das ein ganz normaler Job für Sie?
Stefan Kiefer: Als Künstler sehe ich mich nicht und ein ganz normaler Job ist es auf keinen Fall. Dafür macht die kreative Arbeit einfach zu viel Spa&szlig


BF: Wie wird man als Fotograf erfolgreich und wie behauptet man sich möglichst lange?
Stefan Kiefer: Am besten ist es, immer qualitativ hochwertige Aufnahmen, frische kreative Ideen, Zuverlässigkeit und Kontinuität zu liefern. Und ganz wichtig: Die richtigen Leute und Entscheider kennen, mit ihnen auf menschlicher Basis auch „können“. Und: Bei „Durststrecken“ das nötige Durchhaltevermögen haben.  

                                  
BF: Was dürfen Kunden von Ihnen erwarten, wenn Sie gebucht werden? Was zeichnet Ihre Fotografie aus?
Stefan Kiefer: Meine Kunden können überdurchschnittlichen professionellen Einsatz erwarten, wenn’s sein muss auch nachts um drei. Im Vorfeld gibt es natürlich eine kompetente Beratung rund ums Fotoshooting. 
Mit meinem mobilen Fotostudio realisiere ich die Aufnahmen beim Kunden vor Ort. Auch an ungewöhnlichen Locations können die Kundenwünsche umgesetzt werden. Bei Industrieaufnahmen darf es durchaus „menscheln“ und ein guter Mix aus Reportage- und Anlagenfotografie macht das Thema lebendiger.
                                       
BF: Welchen Weg raten Sie jungen Menschen, die heutzutage Fotograf werden wollen?
Stefan Kiefer: Das ist schwierig, denn der Beruf des Fotografen hat sich seit der Digitalisierung sehr gewandelt. Die goldenen Zeiten sind vorbei und die Konkurrenz hat zugenommen. Viele Werbematerialien werden heute durch austauschbare Stockfotos bebildert und die Kunden sind immer weniger bereit, eigenes Fotomaterial mit einer individuellen Note produzieren zu lassen. Den Fotografenberuf zu ergreifen sollte wohl überlegt sein, denn es soll nicht nur Spaß machen, sondern man muss auch davon leben können. Wer es ernsthaft versuchen möchte, sollte ein Studium in Kommunikationsdesign absolvieren.        

BF: Was macht ein Bild für Sie zu einem guten Foto?
Stefan Kiefer: Eine gute Aufnahme ist die, mit der mein Kunde zufrieden ist.

 

 

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