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"Fotografie ist eine Sucht, die einen nie wieder los lässt" - Fotograf Jimmy MacAnderson im Interview

 

BF: Was ist für Sie das Tolle am Beruf, warum sind Sie Fotograf geworden?
Jimmy MacAnderson: Es sind die Momente des Lebens, die uns berühren, die plötzlich unser Leben sind. Wir wollen jede Sekunde festhalten.
Das Schöne ist die Lebendigkeit verbunden mit der Möglichkeit, Abenteuer zu erleben und nicht in einem Raum gefangen zu sein. Freiheit, grenzenlos in den Möglichkeiten. Auf die Jagd zu gehen, ohne jemanden zu verletzen. Verbunden zu sein und Menschen erfreuen. Darum bin ich Fotograf geworden. Und wenn ich die Kamera anmache, dann ist es, als würde ich einen großen Truck starten.
Es ist irgendwie eine eigene Welt, in der man lebt. Aber auch eine Sucht, die einen nie wieder los lässt und einen immer wieder aufs Neue begeistert.

BF: Welche fotografische Ausbildung haben Sie und seit wann sind Sie als Fotograf selbstständig? Wie schnell kamen die ersten Aufträge?
Jimmy MacAnderson: Ich hatte meine Lehrzeit 1986-1989, die ich 1989 mit Erfolg absolvierte. Danach wechselte ich zu den Marinefliegern in den Presse- und Labordienst.
In der Zeit danach arbeitete ich im Promotion- und Verkaufsbereich, fotografierte als freiberuflicher Auftrags- und Reisefotograf und hatte Ausstellungen als malender Künstler (später Kombi aus Malerei und Fotografie).
Seit 2010 bin ich mit meinem eigenem Studio selbstständig tätig.
Die ersten Aufträge kamen immer unmittelbar, da ich mich zuvor um Rahmenverträge mit größeren Werbefirmen und Pressedienstaktivitäten kümmerte.

BF: Gibt es einen Bereich in der Fotografie, in dem Sie besonders gerne arbeiten? Was reizt Sie gerade an diesem Bereich und wie kam es dazu?
Jimmy MacAnderson: Ich plane gerade eine Ausstellung mit dem Themenbereich der Sozialfotografie. Mich reizt daran, dass das Leben fotografiert wird, wie es ist.
Handwerkliche Auftragsfotografie ist letztendlich immer Fließbandarbeit. Eine Ausstellung zu verwirklichen beinhaltet hingegen eher den künstlerischen Aspekt und man ist absolut frei von allen Zwängen.
Der Gedanke der Sozialfotografie ist in mir fest verankert, seit ich aus den USA zurückkehrte. Dennoch habe ich jetzt erst seit Kurzem alles daran gelegt diesen Wunsch zu verwirklichen, als ich viel in Großstädten zu tun hatte.

BF: Welche waren bisher Ihre schönsten Aufträge?
Jimmy MacAnderson: Sozialfotografie: 1. Zwei Mädchen in der Stadt wollen umarmt werden 2. Foto-Serie in einer alten Fabrik. Weil es der Neubeginn der Ausstellung war.

BF: Sehen Sie sich als Künstler und die Fotografie als Berufung oder ist das ein ganz normaler Job für Sie?
Jimmy MacAnderson: Wäre es ein normaler Job für mich, dann wäre ich irgendwann unglücklich und hätte wohl schon längst damit aufgehört. Fotograf zu sein, heißt unterm Strich auch mit der Zeit der finanziellen Dürre und Entbehrung fertig zu werden. Reines Jobdenken würde mich fertigmachen und zerstören. Es würde sich nicht rechnen und das Geld wäre zu knapp.
Anders ist das Geld leichter verdient. Aber ich möchte ausprobieren und neue Wege gehen, auch wenn es manchmal etwas verrückt und unverständlich erscheint.
Ich glaube Fotografen oder Künstler aus Berufung wollen sich dann und wann befreien von der rein handwerklichen Arbeit. Natürlich muss das jeder, denn es ist kaum möglich rein künstlerisch zu arbeiten und dennoch über ein regelmäßiges Einkommen zu verfügen. Viele Fotografen sind gute Handwerker, aber mich erfüllt es nicht ständig nur Auftragsfototermine abzuarbeiten.

BF: Wie wird man als Fotograf erfolgreich und wie behauptet man sich möglichst lange?
Jimmy MacAnderson: Wenn man nicht aufgibt, kämpft und den Spaß nicht verliert.

BF: Was dürfen Kunden von Ihnen erwarten, wenn Sie gebucht werden? Was zeichnet Ihre Fotografie aus?
Jimmy MacAnderson: Das kommt auf die Art der Fotografie an, Kunst oder Auftragsfotografie. Ich versuche, alles herauszuholen was geht, bei der Session und später auch beim Arbeiten am PC.

BF: Welchen Weg raten Sie jungen Menschen, die heutzutage Fotograf werden wollen?
Jimmy MacAnderson: Alle, die den Beruf lernen wollen, gebe ich den Rat, sich diesen Schritt gut zu überlegen, da die finanzielle Seite immer problematisch sein wird.
Grundsätzlich ist Folgendes zu tun: Erst den Beruf lernen, dann Praxiswissen aneignen. Das ist entspannter und gibt einem Kraft für später. Außerdem lernt man viele Leute kennen, davon wird man immer zehren können.
Auch ist daran zu denken, dass es kaum sinnvoll ist, sich allein in der Selbstständigkeit durchzukämpfen. Besser ist es, ein gemeinsames Projekt zu verwirklichen.

BF: Was macht ein Bild für Sie zu einem guten Foto?
Jimmy MacAnderson: Wenn das Bild lebendig ist. Was macht einen Film zu etwas Besonderem? - Der Inhalt, der Ausdruck und ob sich die Menschen berührt fühlen.

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