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Die Produktfotografie im Wandel der Zeit

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie es war, als der Fotograf, für den ich lange Zeit assistierte, plötzlich seinen Hauptkunden verlor. Jahrelang hatten wir fast tägliche etliche Produkte als Freisteller für eine wöchentliche Zeitungsbeilage fotografiert, die Dias umgehend im eigenen Labor entwickelt und möglichst sofort an die Lithoanstalt weitergegeben. Und dann kam der Tag, an dem der Kunde alles digital haben wollte. Nicht um Kosten zu sparen, sondern in erster Linie um den Vorgang zu beschleunigen. Natürlich hat mein Fotograf auch für den veränderten Auftrag mitgeboten, aber ein Konkurrent hatte letztlich die Nase vorn und bot die Aufnahme zudem noch zu nur 30% des Preises an, den wir mit Polaroid und Diafilmen erhalten hatten.

Auch beim besten Willen war das für uns nicht möglich. Der Zeitaufwand die Produkte aus- und nach dem Foto wieder einzupacken, zu drapieren und das Licht einzurichten war einfach zu hoch. Wie der andere Fotograf das kalkuliert hatte, ist mir bis heute ein Rätsel geblieben aber es zeigte letztlich sehr schön, worauf es schon damals (vor über 10 Jahren) in der digitalen Packshotfotografie ankam: Den Workflow drum herum derart zu optimieren, dass man beim Fotografieren kaum aufgehalten wird und möglichst effizient arbeiten kann.

Dank der digitalen Fotografie bekommt jeder heute ja auch ohne viel Aufwand einen passenden Freisteller hin. So machen nicht nur wie früher die Fotografen die Bilder, sondern die Grafikabteilung beim Hersteller, der Praktikant in der Agentur oder der Shopbetreiber direkt. Das hat sich stark auf die Preise ausgewirkt und so kann wirtschaftlich nur noch derjenige im Produktbereich überleben, der sich entweder darauf spezialisiert hat, tausende Produkte im Eiltempo konkurrenzlos günstig zu fotografieren, oder aber besonders hochwertige Werbeaufnahmen anbietet.

Gerade im Massengeschäft sind in den letzten Jahren ja einige Studios entstanden, die erkannt haben, dass die Logistik und der Service am Kunden letztlich den Erfolg verspricht. So kann ein Hersteller bei diesen Studios Europalettenweise seine Produkte anliefern, die dann in kürzester Zeit von einem Team von Mitarbeitern entpackt, aufbereitet, am Set präpariert, fotografiert und die Bilder sofort im Anschluss bearbeitet und versendet werden. Der Effizienztrick ist, dass jeder nur einen Teil der Aufgaben übernimmt. Der Fotograf geht von Set zu Set und fotografiert, was ein Stylist ihm jeweils vorbereitet hat. Das ist sicher nicht jedermanns Sache und erinnert etwas an Fließbandarbeit, effizient ist es aber mit Sicherheit.

Schwierig ist es für die Fotografen, die mit den Preisen der spezialisierten Studios nicht mithalten können und im hochpreisigen Segment der Stillifefotografie keine Kunden haben. Dieser früher sehr starke mittlere Preisbereich ist stark geschrumpft und oft bleiben als Auftraggeber nur mittelständische Betriebe aus der Umgebung oder der Fotograf spezialisiert sich auf bestimmte Bereiche wie Messer, Schmuck, Food. 



Foto: © Goss Vitalij - Fotolia.com




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